Lohrer-Räuber 020Endlich  ist  es  wieder  Samstag und die  Räuber sind  wieder in  Lohr  unterwegs. Ganz  beducht  geht  es  an  der  Obrigkeit vorbei.

Der Plan: so schnell wie möglich in die Beiz, um einiges von der geklauten Sore zu tauschen und den erhaltenen Kies in saures Bier  umsetzen.  Schwächen  wie  es  im  Rotwelschen,  der  Räubersprache aus  dem  Spessart,  heißt.  Doch  was  hören  die  Räuberohren  aus  dem offenen  Fenstern?

Eine  Reisegruppe  abseits vom Samstagsgeschäft im Nebenraum. Na wenn da nichts zu holen ist! Zwei Schicksen erkunden die Lage und schon geht es los:

„Überfall! Hier spricht nur einer – und das ist unser Hauptmann.“

Die Räuberbräute  untersuchen  gleich  das  Hab  und  Gut  der  Reisenden, während der Hauptmann einen Vortrag hält und sie ablenkt. Danach muss der Rädelsführer der Reisegruppe dran glauben: Beichtet er seine  Sünden  oder  muss  er  mit  dem  Leben  bezahlen? Gemordet haben  sie  bis  jetzt  noch  nicht,  aber  ein wenig Angst  soll die Gruppe  schon  haben.

Nachdem  die  Schicksen  schon  wieder  über  die  Sore  streiten,  singt  des Hauptmanns Braut ein Lied. Alle sind plötzlich still, hören zu und singen mit. Aber sie kann es einfach nicht lassen den Männern schöne Augen zu  machen  und  zieht  so  den  Groll  des  Hauptmanns  auf  sich.

Schnell beruhigt sich der Streit und zusammen mit „den Hessen“ wird getrunken und  gelacht.  Aber  die  Räuber  haben  nicht  vergessen,  dass  die  geklaute Sore eingelöst werden muss. Kies wäre gut, aber da bei der Reisegruppe nicht  viel  zu  holen ist,  müssen sie sich etwas anderes einfallen lassen.

Nach einigen gemeinsamen Liedern ziehen die Räuber von dannen und die Gruppe kann weiter durch den Spessart reisen, ohne dass ihr ein Leid geschieht.

Lassen auch Sie sich von den Spessarträubern überfallen!

Lohrer-Räuber 006„Halli, hallo die Räuber…“ Wer sich ein klein wenig für die Historie des Spessarts interessiert, kennt sie – die Spessarträuber. Diese Banditen waren zu Beginn des 19. Jahrhunderts auf den bekannten Handelsrouten durch den Spessart schwer gefürchtet.

Die heutigen Räuber überfallen zwar nur noch auf Bestellung, doch bleibt eine Gänsehaut nicht aus, wenn die raubeinige Truppe auftritt.
Mindestens fünf Räuber mit ihren wilden Bräuten machen bei den Überfällen Rabatz. Sie zeigen reges Interesse an Ihren Wertgegenständen, spielen Theater, singen Räuberlieder und binden die Opfer gekonnt und mit viel Charme in das wilde Treiben ein.

Die Überfälle können sich natürlich ebenso gut im Wald wie in einem gemütlichen Lokal ereignen. Und nur der Gastgeber weiß, wann genau es geschehen wird…

Buchung und Bedingungen